wissenswertes

DVB-T2 - Wie funktioniert es?

DVB-T wird seit dem 29. März 2017 abgeschaltet und schrittweise durch DVB-T2 HD ersetzt. Doch was genau ist überhaupt DVB-T2 HD? Wir werfen einen Blick auf die Technik des modernisierten Antennenfernsehens.

Bis zum Jahr 2008 brauchte man für den Empfang des Fernsehprogramms nur einen Fernseher und eine ausreichend starke Antenne. Dabei wurde das Fernsehsignal in Form von modulierten elektromagnetischen Wellen ausgestrahlt. Für eine bestmögliche Verbreitung des Signals und eine entsprechend hohe Empfangsqualität bei den Zuschauern wurden die Sender an möglichst hohen Standorten platziert. Beispielsweise auf hohen Sendemasten, Anhöhen und den Fernmelde- und Fernsehtürmen, die in vielen deutschen Metropolen zur Stadtsilhouette gehören.

Abgelöst wurde das analoge Antennenfernsehen durch DVB-T, das 2002 an den Start ging und in den folgenden Jahren den alten Standard ersetzte. DVB-T steht für "Digital Video Broadcasting Terrestrial", das "digitale Antennenfernsehen". Nötig geworden war die Umstellung, weil die Übertragungsmöglichkeiten des analogen Antennenfernsehens limitiert waren. Im Laufe der Jahre hatte sich die Anzahl der Fernsehsender und die Bildqualität (HD) deutlich verbessert. Nur durch die Umstellung auf einen digitalen Übertragungsstandard konnte man sicherstellen, dass auch Zuschauer, die via Antenne fernsehen, von dieser Entwicklung profitieren konnten.

DVB-T: Schon bei der Einführung eine veraltete Technik
Das Verbreitungsprinzip hat sich bei DVB-T im Vergleich zum analogen Antennenfernsehen nicht verändert. Auch jetzt noch wird das Fernsehsignal über Fernsehtürme und Sendemasten ausgestrahlt. Der entscheidende Unterschied: Die Ausstrahlung erfolgt in digitaler Form. Um das Signal empfangen und umwandeln zu können, bedurfte es fortan eines DVB-T Empfängers. Solche Empfänger waren in vielen modernen Fernsehern bereits eingebaut. War das nicht der Fall, musste man sich eine Settop-Box, also einen externen DVB-T Empfänger zulegen.

Der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD ist gewissermaßen die nächste Evolutionsstufe des Antennenfernsehens. Mit dem Umstieg von analog auf DVB-T konnte zwar die Zahl der empfangbaren Sender und die Bildqualität verbessert werden, doch mit den anderen Empfangsmöglichkeiten wie SAT und Kabel kann DVB-T trotzdem nicht mithalten.

In Deutschland werden bei DVB-T die Inhalte, die übertragen werden sollen, mit dem Videocodec MPEG2 komprimiert - einem Komprimierungsstandard, der schon im Jahr 1994 eingeführt wurde. Das Programm wird dabei in kleine, handliche Blöcke gepresst, um möglichst viele Sender über DVB-T ausstrahlen zu können. Über den DVB-T Receiver werden die Inhalte dann automatisch dekomprimiert, also ausgepackt, und wiedergegeben.

DVB-T war nicht mehr zukunftsfähig
Bei DVB-T gibt es jedoch mehrere Probleme:
1.    Der verwendete Videocodec MPEG2 ist inzwischen völlig veraltet. Theoretisch könnte man zwar einfach einen neueren, effizienteren Codec verwenden, doch dann würden auf einmal Millionen von Empfangsgeräten nicht mehr funktionieren.
2.    Die Datenrate, die zur Ausstrahlung eines Fernsehprogramms zur Verfügung steht, ist relativ niedrig. Sie liegt im Schnitt zwischen 3 MBit/s und 3,5 MBit/s. Zu wenig, um Bildinhalte mit schnellen Bewegungen flüssig wiederzugeben - vor allem in Kombination mit dem veralteten MPEG2-Codec. Die Folge sind störende Komprimierungsartefakte - Bildstörungen in Form von "Klötzchenbildung".
3.    Im Februar 2015 hat das Bundeskabinett eine Neuvorgabe von Sendefrequenzen angeordnet, die bislang für DVB-T genutzt werden. Diese Frequenzen werden für den Mobilfunk benötigt. Für DVB-T bedeutet das: In Zukunft müssen sich die Sender noch weniger Bandbreite teilen!

DVB-T2 HD ersetzt DVB-T
Diese drei Gründe waren ausschlaggebend dafür, DVB-T2 HD als Nachfolgestandard von DVB-T einzuführen. Bei DVB-T2 HD kommt mit ein neuer Videocodec (HEVC, auch H.265 genannt), der es erlaubt, mehr Sender auszustrahlen und gleichzeitig die Bildqualität (jetzt Full HD) zu erhöhen - und das trotz einer geringeren Bandbreite, mit der sich das digitale Antennenfernsehen künftig begnügen muss.

Mit der Umstellung werden bisher verwendete DVB-T Empfänger wertlos, weil sie den neuen Videocodec nicht entschlüsseln können. Ein neuer DVB-T2 HD-fähiger Empfänger muss angeschafft werden. Deutlich kostspieliger als die Anschaffung eines neuen Receivers ist jedoch die Tatsache, dass die privaten Fernsehsender nun Geld dafür verlangen, wenn man sie über DVB-T2 HD empfangen will! 5,75 Euro pro Monat sind fällig, wenn RTL, VOX und die anderen privaten TV-Sender auch künftig in der verfügbaren Senderliste auftauchen sollen.

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